Patienteninformation Dezember Jahreswechsel 2020/2021

 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und andere Besucher

 

Die Adventszeit hat begonnen, Frau Rita Häfeli hat die Praxis weihnächtlich geschmückt. Am Eingang wartet eine Lichterkette und hilft uns die langen Nächte so mit Licht zu erfüllen. Ich lasse während dem Frühstück am Morgen auch eine Kerze brennen und werde die Türchen des Adventskalenders öffnen. Mein jahrelanger Lieblings-Adventskalender kommt von der Vogelwarte in Sempach. Hier lerne ich zusätzlich noch Dinge über die Natur. Für uns selber habe ich einen Adventskranz kreiert, was mir viel Freude bereitet hat. Es ist eine spezielle Zeit und dieses Jahr werden wir durch das SARS-Virus eingeschränkt sein und in kleinen Gruppen feiern müssen. Ihnen wünsche ich, dass Sie die Augen offenhalten und sich an den kleinen Dingen am Wegrand freuen. Gestern habe ich bemerkt, dass die Gislifluh einen Rauhreifstreifen hat, was unter der Hochnebeldecken sehr schön gewirkt hat. Zudem gibt es immer noch goldgelbe Lärchen, leider im Nebellicht etwas blass aber doch farbig. Jedenfalls wünsche ich Ihnen eine besinnliche Adventszeit.

 

Die Covid Situation hält uns täglich auf Trab. Meine Mitarbeiterinnen sind zwischenzeitlich gut geschult und nehmen auch Abstriche aus dem Nasenrachenraum behutsam vor. Es braucht diese, um eben den Virusnachweis per PCR im auswärtigen Labor oder aktuell in einem Schnelltest zu erbringen. Unsere Praxis hat rasch reagiert. Wir sind überzeugt, dass der Schnelltest eine gute Sache ist. Er kann bei akuten Symptomen (kürzer als 4 Tage) und bei jüngeren Patienten (< 50 Jahre) angewendet werden. Personen die im Gesundheitswesen arbeiten und ältere Menschen brauchen den Labortest von Viollier. Die Benachrichtigung bei negativem Test erfolgt sehr schnell über SMS. Bei positiven Tests, es sind immer noch einige, folgt ein Telefon. Per Mail werden die Patienten die Unterlagen vom BAG bekommen. Zudem erhalten sie ein Formular, wo sie die Personen erfassen müssen mit denen sie in den vergangenen 2 Tagen engeren Kontakt (< 1.5 m), ohne Maske und mehr als eine Viertelstunde gehabt haben. Dieses Formular wird ans Contact Tracing Center weitergeleitet. Sie werden gebeten, diese Personen zu orientieren. Die betroffene Person, Corona pos., begibt sich in die Isolation, 10 Tage, die anderen müssen10 Tage in die Quarantäne. Falls sie keine Beschwerden haben, erübrigt nach dem heutigen Wissensstand ein Test. Ich bin der Meinung, wenn die ersten 5 Tage ohne Symptome vorbei sind, hat man sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht angesteckt. Frau Tamira Gloor aus unserer Praxis ist für das Schutzkonzept und die Corona-Maßnahmen verantwortlich. Die Untersuchungen werden bei uns neu alle im Röntgenzimmer durchgeführt, da wir dort sehr gut lüften und die Oberflächen desinfizieren können. Für unser Team ist es sehr wichtig, dass wir Ihre korrekten Kontaktdaten zur Verfügung haben, deshalb erfragen wir immer wieder die Telefon-Nummern und die Mail Adressen.

 

Vor kurzem haben wir unsere Klausurtagung an einem sonnigen Spätherbsttag in der Seerose in Meisterschwanden abgehalten. Wir waren sehr gut aufgehoben dort, alle mit Schutzmaske anwesend, Abstände von 1.5 m im großzügigen Sitzungszimmer, so konnten wird das 2021 planen, soweit das überhaupt möglich ist. Nach all dem was wir seit März dieses Jahr erlebt haben, wagt man sich an keine ernsthafte Planung. Gegessen haben wir in Dreiergruppen im runden Saal. Aufmerksam vom Seerose-Team bewirtet. Ich freute mich, dass wir uns diese kurze Auszeit nehmen konnten, um weg vom Telefon und dem hektischen Praxisalltag zusammen zu diskutieren.

 

Ende Oktober sind mit Verzögerung endlich die Grippeimpfungen eingetroffen, fast alle Dosen sind schon verimpft. Wir werden Mitte Dezember nochmals eine Lieferung bekommen und hoffen so, alle Personen, die eine Impfung brauchen mit der Grippeimpfung versehen zu können. Wann die Impfung für Corona kommt, dass wissen wir noch nicht. Für mich steht aber fest, dass primär die vulnerablen Personen z.B. in Institutionen und dann das Personal im medizinischen Bericht geimpft werden sollte. Bereits habe ich erste Anfragen von Patienten erhalten, die sich eine Impfung sichern wollten. Wir warten also die Impfdosen und die Vorgaben vom BAG ab.

 

Mein Mann, Prof. Dr. med. Michel Zuber ist zwischenzeitlich soweit genesen, dass er seine berufliche Tätigkeit zu ca. 40% wieder aufnehmen wird. Er wird die Schrittmachersprechstunde teilweise übernehmen und auch Patienten mit ganz speziellen Herzproblemen selber untersuchen. Vorgesehen ist, dass er am Donnerstagmorgen und am Samstagmorgen arbeiten wird. Wir hoffen alle, dass er seiner Tumorkrankheit die Stirn bieten kann.

 

Nun wünsche ich Ihnen eine wunderbare Advents- und Weihnachtszeit und ein freudiges 2021

Ihre Frau Dr. med. Claudia Zuber-Bürgisser