Patienteninformation Ende August 2021

 

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige und Besucher unserer Praxis

 

Schon sind unsere Sommerferien vorbei, die wir im Praxisteam nötig gehabt haben. Die letzten Monate waren ja immer noch durch die Pandemie bestimmt. So haben wir die Impfungen in der Praxis durchgeführt und warten aktuell auf die neuen Weisungen bezüglich der 3.Impfung. Ich bin der Meinung, dass dies in absehbarer Zeit auf uns zukommen wird und wir dann voraussichtlich in der Praxis wieder die Nachimpfkampagne durchführen werden. Im Moment wird die 3.Impfung Leuten mit Immunsuppression angeboten. Vorgängig sollten die Covidantikörper bestimmt werden. Das ist zwar möglich aber muss von den Patienten, Kostenpunkt 120.—Fr., selber bezahlt werden. Ich werde es aber den Patienten, die entsprechende chronische Krankheiten haben, vorschlagen. Diese 3.Impfung wird aktuell nur in den Spitälern KSA oder KSB angeboten. Zudem erleben wir auch die 4.Welle mit einigen Covid positiven Patienten, meist Ferienrückkehrer. Aus diesem Grunde rate ich allen, geimpft oder nicht geimpft, bei Erkältungssymptomen oder Fieber sich auf Covid-Infektion testen zu lassen. Und alle Ferienrückkehrer sollten einen Test machen, wie Sie ja auch gelesen haben, sind in den Schulen einige positive Pools aufgetreten, das sind die Personen, die dann ohne es zu wissen die Infektion streuen. Und meine Empfehlung an alle gilt sich impfen zu lassen.

 

Wir haben unsere Sommerferien in der Schweiz verbracht, noch vor dem grossen Regen konnten wir das Tessin genießen unternahmen dann eine Kurzreise an den Doubs. Dort war es sehr idyllisch. Zudem wanderten wir im Berner Oberland, trotz Ferienzeit waren wir ziemlich alleine unterwegs. Das Ferienende fiel mit der Hochzeit unserer jüngeren Tochter zusammen. Es war eine sehr eindrückliche zivile Feier auf dem Schloss Wildegg, noch vor der grossen Blumengeflüsterausstellung, die ich leider nicht besuchen konnte. Als ich es versuchte hatte es mit schlicht zu viele Leute dort.

 

Unser Team hatte sich auch gefreut die obligate Sommergrillparty im Garten abhalten zu können, ohne Regen, der ja diesen Sommer geprägt hat. Zudem unternahmen wir einen Ausflug nach Oerlikon, wo wir gemeinsam die Ausstellung Körperwelten besucht haben. Es war sehr eindrücklich und eine Repetition für uns alle der Anatomie, vornehmlich des Bewegungsapparates, Skelett und Muskulatur. Zudem gab es Einblick in die wichtigsten Krankheitsbilder. Ein anschliessendes gemeinsames Nachtessen rundete diesen Anlass ab.

Anlässlich dieser Reise haben wir Ronja Sommer nach ihrer Lehre definitiv verabschiedet. Sie wird in einer anderen Praxis als MPA arbeiten und hat uns von der Stellensuche berichtet. Ihre Aussichten sind sehr gut, rasch eine neue Herausforderung zu finden. Bei uns hat sie eine breite Ausbildung erhalten. Ich musste Schmunzeln, als ich ihren netten Abschiedsbrief las. Bei meinem Mann, dem Kardiologen, hatte sie gelernt was Bubbeln ist. Dabei wird nach einer Lücke in der Herzscheidewand gesucht. Man legt eine Infusion und zieht eine Spritze auf in der mehrmals der Stempel hin und her bewegt wird, dass es leichte Turbulenzen gibt. Spritzt man dies in die Vene sieht der geübte Echokardiograph, diese feinen Bläschen im Herzen, falls ein Defekt besteht,. Dann sprudeln sie von der rechten in die linke Herzhöhle. Ronja Sommer war vom Bubbeln, wie es so lustig heisst beeindruckt.

 

Unsere neue Lehrtochter, Lina Ruch, hat ihre Anfangstage bereits hinter sich und das Team und die ganzen Praxisörtlichkeiten kennengelernt. Ich wünsche ihr, dass sie sich bei uns wohlfühlt und Freude an der Tätigkeit der MPA hat. Die MPA ist für mich ein wichtiger Partner im Praxisalltag.

 

Gestaunt habe ich wieder über das Fehlen von Spielzeug, welches wir für die Vorsorgeuntersuchungen brauchen. Es gibt doch Mütter, welche wohlverstanden im Sprechzimmer versorgte Spielsachen, behändigen und mitlaufen lassen, sodass wir wieder Neues anschaffen müssen. Im Wartezimmer haben wir ja wegen Corona die Spielecke fast leergeräumt. Ich habe mich sehr geärgert.

 

Frau med. pract. Iman Abou hat sich bei uns in der Praxis eingelebt. Sie lernt bei uns, wie die Gegebenheiten in der Praxis sind. Ich begleite sie in der Ausbildung zum Facharzt allgemeine Innere Medizin und bin froh, dass sie mit etwas Arbeit abnehmen kann und mich, wenn ich abwesend bin auch in der Praxis vertreten kann.

 

Nun wünsche ich Ihnen noch ein paar sonnige warme Spätsommertage zum richtig geniessen.

 

Ihre Frau Dr. med. Claudia Zuber – Bürgisser

Patienteninformation Juli – August 2021

 

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige und Besucher unserer Praxis

 

Im Moment steht uns im Norden der Schweiz buchstäblich das Wasser am Hals. Bis jetzt hatten wir hier in Othmarsingen noch Glück, kein schweres Hagelwetter, Bünz zum aktuellen Zeitpunkt immer noch in ihrem Bachbett. Im Wald hängen die Äste regenschwer tief in die Waldwege hinein und auf den offenen Feldern steht das Wasser in den Furchen. Vom schönen Sommer haben wir leider noch nicht viel gesehen.

Und doch gibt es immer wieder etwas Lustiges zu entdecken. So hatte ich am Lenzburger Jugendfest Hausbesuche im Alterszentrum in Lenzburg geplant. Wegen Jugendfest light bin ich als Othmarsingerin, die dem Geschehen in Lenzburg wieder einmal keine Achtung gezollt hatte, also vor den Türen des AZOM gestanden. Der bekränzte Haupteingang hat mich begeistert. Er passt so gut zu der jetzigen Situation, dass ich Ihnen diesen nicht vorenthalten möchte. Wer der Autor ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Lo die impfe oder teschte

Denn chasch met em Grosi feschte“

Sicher können Sie verstehen, dass mich dieser Spruch berührt hat. Ich möchte diesen Ihnen allen sehr ans Herz legen. Ich meine, dass nur die Impfbemühungen helfen, um mit dem Coronavirus leben zu können. Im Moment gibt es in unserer Praxis nur einzelne neue Fälle, der Anstieg der Zahlen lässt aber darauf schliessen, dass wir diese Erkrankten auch wieder sehen werden. Viele Tests werden jetzt wegen Ferienreisen durchgeführt. Für unsere Patienten stehen wir auch dafür gerne zur Verfügung. Zudem ist mein Team behilflich, eine Impfung zu organisieren. Diese kann nicht mehr bei uns stattfinden, wir haben unsere Dosen verimpft. Gerne helfen Ihnen die MPA`s bei der Organisation, sei es im Impfzentrum, in der Apotheke oder im Shoppi. Wir haben in der Praxis 220 Impfungen durchgeführt. Zum Schluss war es schwierig, die Patienten zu finden. Schlussendlich haben aber alle Dosen ihren Abnehmer gefunden. Unser Problem ist ja, dass der Impfstoff, in unserem Falle  Moderna in Flacons mit 11 Dosen geliefert wird. Wenn dieser aufgezogen ist, dann müssen die Impfungen innerhalb 6 Stunden verabreicht sein. Es war ein grosser logistischer und administrativer Aufwand für die Praxis. Ganz herzlichen Dank in erster Linie an Frau Tamira Gloor unsere Corona-Verantwortliche und das ganze Team.

Frau Ronja Sommer hat die QV ( Qualitätsverfahren, früher LAP ) bestanden. Ich gratuliere ihr ganz herzlich. Sie wird unsere Praxis mit dem breiten Rucksack eine MPA aus einer grossen hausärztlichen Praxis verlassen und hat so ein tolles Startkapital für diesen interessanten Beruf mit all seinen bunten Facette.

Sie werden im August eine neue Lehrtochter, Frau Lina Ruch antreffen. Ihr wünsche ich einen guten Start in der Praxis.

Infolge gesundheitlicher Probleme ist Frau Daniela Zanga seit längerem arbeitsunfähig und steht der Praxis nur noch in einem kleinen Teilzeitpensum zur Verfügung. Sie hat in all meinen Praxisjahren seit 1987 mitgeholfen, organisiert, ausgebildet. Aus diesem Grunde bin ich dankbar, dass man immer auf sie zählen kann. Frau Sabrina Hotz, die bald die Ausbildung zur Praxiskoordinatorin abgeschlossen haben wird, ist neu unsere Leitende MPA.

Wir sind jetzt froh, dass uns allen eine Pause mit den ersehnten Sommerferien gegönnt ist. Unsere Praxis bleibt vom 24.7. – 8.8.21 geschlossen. Alle haben sich eingesetzt und die Verschnaufpause ist wirklich nötig. Neben Corona, was uns sehr fordert, steht ja der Alltag mit unseren Patienten auch vor der Türe und muss bewältigt werden.

Mein Mann und ich werden diese Zeit in der Schweiz verbringen. Ab dem 9.8. 21 stehen wir Ihnen wieder mit Rat und Tat zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen allen wärmeres und trockeneres Wetter.

Ihre Frau Dr. med. Claudia Zuber-Bürgisser

Patienteninformation Juni 2021

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige und Besucher unserer Praxis

Nach einem regenreichen Mai hat sich jetzt der Sommer eingestellt. Alles spriesst kräftig und im Wald habe ich oft den Eindruck, dass ich durch einen Dschungel reite oder laufe. Einige Ausritte konnte ich nach einem kräftigen Regenschauer unternehmen, dann ist es menschenleer und frisch. Man begegnet der Natur so ganz nach und mit etwas Glück stellt sich einem auch ein Reh oder ein Rehbock in den Weg. Mein Mann, der sich sehr gut von seiner Krankheit erholt hat, arbeitet wieder teilweise in der Praxis und hat auch eine neue Herausforderung im Kantonsspital Aarau gefunden. Einen Tag in der Woche ist er dort im Echolabor zuständig. Hier sieht er die vielen komplexen und interessanten Krankheitsverläufe und kann mit seiner langjährigen Erfahrung viel Unterstützung bieten. Er wird auch immer wieder angefragt bei Katheter Eingriffen als Ultraschaller begleitend mitzuwirken. Oft in Aarau, es kann aber auch sonst wo sein. Hier ist er in seinem Element.
Herr Dr. Andreas Indermühle, der junge Kardiologe in unserer Praxis, arbeitet auch im KSA und führt dort Herzkatheter Untersuchungen und andere Interventionen, z.B.Schrittmacher Implantationen durch. Auch in den Notfalldienst der Kardiologie KSA ist er persönlich eingebunden. Mit seiner Ausbildung z.T. an grossen Zentren im Ausland, ist er für unsere Praxis eine gerngesehene Unterstützung.
Noch im Teillockdown haben wir uns zusammen während einer Ferienwoche die Schweiz angesehen. Wir leben in einem wundervollen Land, das einem immer wieder mit seiner Vielfältigkeit überrascht. Wir weilten im Berner Oberland, haben das Simmental gesehen. Von dort ging es ins Wallis und Waadtland. Schmunzeln mussten wir, als wir Bekannten (Weingenuss) am Weg begegnet sind, zum Beispiel Aigle mit dem Muraille (Eidechsliwein) , dem Dörfchen Ivorne oder Obrist, der uns ja auch immer wieder mit Wein beliefert. Wunderbar war es im Jura. Auf dem Balcon du Jura konnten wir die ganze Alpenkette bewundern und unten der Blick auf das Seeland. Frau Iman Abou als Praxisassistenzärztin hat mich in dieser Woche in der Praxis vertreten. Zusammen mit dem erfahrenen MPA-Team war das möglich.

Sehr geschätzt habe ich persönlich doch, dass es wieder möglich ist, Gastronomie zu geniessen, auch im Innenbereich. So habe ich mich mit alten Kollegen getroffen und auch mit einem Freund einen Apéro im Ochsen Lenzburg bestellt. Damit dies möglich geworden ist und das SARS teilweise in die Knie gezwungen werden konnte, braucht es uns alle. Wir haben ja bereits eine erste Impfrunde in der Praxis hinter uns und werden nochmals 50 Personen impfen können. Ich beobachte, dass bereits sehr viele unserer Patienten geimpft sind und ermuntere diejenigen, die es noch nicht gewagt habe. Ich rate allen sich unbedingt zur Covid-Impfung anzumelden. Die Impfung gibt uns Freiheiten zurück und macht wieder unbeschwert Kontakte möglich. Es gibt jetzt genügend Impfstoff und die Impfzentren funktionieren einwandfrei. Um die Impfungen in der Praxis überhaupt zu ermöglichen, war die Bereitschaft meiner Praxisassistentinnen notwendig. Frau Tamira Gloor ist die Corona Managerin und sie wird tatkräftig von Frau Sabrina Hotz und allen anderen unterstützt. Mittlerweile sind 165 Impfungen durchgeführt, einige bereits das zweite Mal und nochmals 50 stehen uns jetzt bevor. An dieser Stelle bedanke ich mich bei meinem geschätzten Team für den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Patienten und der Praxis. Es benötigt einen immensen administrativen Aufwand und der geht weiter, denn das Covid Zertifikat wartet ja auf uns alle.
Zwischenzeitlich hat Frau Sabrina Hotz die Ausbildung zur Praxiskoordinatorin fast abgeschlossen. Frau Tamira Gloor ist neu Berufsbildnerin und Frau Ronja Sommer hat die Abschlussprüfung hinter sich. Ich gratuliere ihr natürlich und bin auch ein bisschen stolz, dass das Ärztezentrum Othmarsingen sich so der Förderung unseres Teams widmen kann.

Nun wünsche ich Ihnen angenehme Sommertage

Ihre Frau Dr.med.Claudia Zuber-Bürgisser

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige und Besucher unserer Praxis

 

Der Frühling hat sich angemeldet, die Sommerzeit ist eingestellt und lässt Aktivitäten draußen auch bis spät am Abend zu. Das ist angesichts der leider immer noch schwelenden Coronapandemie etwas zum Freuen. Es war ja bereits möglich im T-Shirt draußen zu essen. Osterglocken und Tulpen bringen Farben in den Garten, wo es auch sonst schon kräftig sprießt.

 

Immer noch beschäftigt und die SARS-Pandemie täglich mit erkrankten Patienten, Anfragen und Abstrichen. Es gibt viel zu lesen, da ja wöchentlich neue Weisungen eintreffen, die umgesetzt werden müssen. Mittlerweile sind sehr viele unserer älteren Patienten geimpft worden. Auch sonstige Risikopatienten wurden in die Impfzentren aufgeboten und bekamen Pfizer oder Moderna Impfstoff. Die allermeisten der Geimpften haben das ohne Probleme vertragen. Da ich auch in den Altersheimen unterwegs bin, durfte ich dank der dortigen Impfaktion ebenfalls von der Impfung profitieren. Das Problem sind nach wie vor, die fehlenden Impfdosen. Die Impfzentren könnten überall mehrere Personen täglich impfen. Es sollten aber jetzt mehr Impfdosen geliefert werden. Unser Praxispersonal konnte sich auch anmelden und wir hoffen sehr, dass uns der Impfschutz mehr Sicherheit gibt. Nach wie vor werden täglich Covid-Abstriche gemacht. Es sind ja alle angehalten sich bei entsprechenden, oft nur diskreten Symptomen, testen zu lassen. Mein Team macht das professionell und sehr sorgfältig, sodass es wirklich trotz Nasen-Rachen-Abstrich nicht so unangenehm ist, wie es scheint. Die Abstriche werden vom Bund bezahlt. Die Schnelltests müssen sofort ans BAG gemeldet werden. Der administrative Aufwand ist beträchtlich. Für Flugreisen braucht es eine PCR-Testung. Das Resultat wird an die Reisewilligen jeweils per Mail übermittelt. Falls eine Person die Quarantäne abkürzen möchte, dann kann nach 7 Tagen ein Schnelltest gemacht werden, dann ist die Quarantäne abgekürzt. In diesen beiden Fällen, Flugreisen und Quarantäneabkürzung sind die Kosten vom Patienten zu tragen.

 

Ich bin meinem ganzen Team sehr dankbar für die tägliche Unterstützung. Herr Dr.med.Jonas Scheuchzer hat die Praxis am 10.2.21 verlassen und tritt nach Familienzeit eine Stelle auf der Anästhesie an. Ab 06.04.21 wird mich Frau med.pract. Iman Abou für einige Monate in der Praxis unterstützen. Frau Abou stammt aus Syrien, hat über viele Jahre in Deutschland gelebt und als Zweitstudium Medizin studiert. Sie lebt seit einigen Jahren in der Schweiz und hat in diversen Spitälern gearbeitet und viel Erfahrung auf der Rheumatologie und Geriatrie sowie auch Notfallstationen gesammelt. Frau Abou spricht auch arabisch, persisch und englisch, so werden auch Migranten aus dem nahen Osten davon profitieren können. An den Schnuppertagen hat sich das bereits als grosser Vorteil erwiesen.

 

Ronja Sommer unsere 3. Jahres Lehrtochter steht vor der LAP. Ihre Vertiefungsarbeit befasste sich mit Social Media. Zusammen mit einer Kollegin hat sie sich mit einer Influencerin ausgetauscht. Das sind Welten die mir fremd sind und so lerne ich von unseren jungen Mitarbeiterinnen immer Neues dazu. Neu sind für mich auch die virtuellen Fortbildungen, die sehr lehrreich und interessant sind. Den persönlichen Kontakt können sie nicht ersetzen. So hoffe ich wirklich auch sehr, dass bald wieder in den Normalmodus gewechselt werden kann.

 

Seien wir also achtsam und freuen uns an den kleinen Dingen im Leben. Augen offen halten.

 

Ich wünsche Ihnen Freude am Frühling. Das Erwachen der Natur empfinde ich als besonders eindrücklich, jedes Jahr aufs Neue.

 

Ihre Frau Dr. med. Claudia Zuber-Bürgisser

Patienteninformation Januar-Februar 2021

 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und andere Besucher

 

Ein schwieriges 2020 liegt hinter uns. Die Feiertage sind vorbei. Wir haben, wie überall gefordert, im kleinen Kreise trotz allem gefeiert. Unsere 2 Töchter hatten uns besucht und das Chinoise durfte natürlich nicht fehlen. Es hat uns prima gemundet. Unsere Tochter Nicole hatte sich einen traditionellen Weihnachtsbaum gewünscht und diesen zusammen mit Ihren Kollegen wunderschön geschmückt. Sogar echte Kerzen waren aufgesteckt, diese ließen wir einmal brennen. Auch Wunderkerzen durfte nicht fehlen. Mir hatte das Weihnachtsfest in diesem Rahmen sehr gut gefallen, irgendwie ist die Hektik weggeblieben.

 

Mein Mann, der sich ja sehr gut von seiner Tumorkrankheit erholt hat, reiste ins Berner Oberland, während ich zu Hause, wie jedes Jahr die Praxis in reduziertem Betrieb führte. Es hat weniger Personal am Arbeitsplatz und die Patienten schätzen es sehr, wenn sie die Hausarztpraxis in Anspruch nehmen können. Zudem hat mir die Zwischenfesttagszeit Raum gegeben einige Besuche zu machen und auch mal jemanden einzuladen. Natürlich das im Corona Modus, Distanz, Maske und keine wirkliche Nähe. Am 31.12. reiste ich dann auch ins Berner Oberland. Maskenpflicht beim Dorfspaziergang in Adelboden, das mutet schon eigenartig an. Einkaufen haben wir unterlassen, da wir genug Vorräte mitgenommen hatten. Es hatte wirklich viele Gäste im Dorf. Das traditionelle Feuerwerk fand nicht statt. Einige private Raketen stiegen dann trotzdem in den Nachthimmel. Und schon war es da, das 2021.

 

Die sehr erfreuliche Nachricht ist für uns alle, dass ein Impfstoff gegen Covid 19 jetzt verfügbar ist und bereits sind einige Patienten von uns im Impfzentrum geimpft worden. Die Altersheime sind in der Planung der Impfaktion für ihre Bewohner. Der Aufwand ist sehr groß für alle Beteiligten. Es war nicht erstaunlich, dass die Impftermine am 4.1.21 sofort alle vergeben waren. Es werden aber sicher alle geimpft werden können, die impfwillig sind. Es braucht aber noch etwas Geduld, die Impfstoff-Lieferungen werden in der Schweiz eintreffen und auch der zweite Impfstoff soll rasch zugelassen werden.

Unser Telefon läuft natürlich jeden Tag heiß. Unsere tüchtigen MPA`s sind sehr gefordert. Sie müssen auch ständig auf dem neusten Wissensstand sein, es braucht Schutzmaterial, Tests etc. Der Mehraufwand, den die Pandemie fordert, ist enorm. Es sind nicht nur die Pflegefachpersonen und Ärzte im Spital, nein es sind auch die Mitarbeiterinnen in den Hausarztpraxen, die Spitex angestellten und auch die Hausärzte, die sich täglich der Herausforderung Corona stellen müssen. Es braucht oft ruhig Blut, wenn die Diskussionen wieder mal heiß laufen. Wir hatten in den Monaten Nov. und Dez. 58 an Corona erkrankte Patienten in der Praxis gesehen, aber natürlich viel mehr Tests ausgeführt.

Es hatte mich sehr gefreut, dass ich in der AZ einen Leserbrief gefunden hatte, der einen speziellen Dank an alle MPA`s richtet, die im ambulanten Setting die Herausforderung Corona jeden Tag wieder meistern. Meinem Team gilt ein ganz spezieller Dank. Zusammen können wir diese aktuell fordernde Situation meistern. Wir informieren uns laufend, tauschen uns aus. Sehr dankbar bin ich, wenn ich einen Auftrag geben kann, z.B. einen Risikopatienten für die Impfung direkt aus der Praxis im Impfzentrum anmelden, und dieser umgehend kompetent erledigt wird.

Auch unser ganzes Team ist Corona ausgesetzt, einige mussten auch schon in der Quarantäne bleiben wegen Corona Kontakten. Die Isolation oder Quarantäne ist eine strenge Auflage, die die Betroffenen fordert. Nicht alle haben das Glück großzügig wohnen zu dürfen und dann ist die Suche nach Beschäftigung in den eigenen 4 Wänden angesagt.

 

Und zu guter Letzt, lassen wir uns auf den frostigen Winter ein. Es ist doch wieder einmal richtig kalt, das Meteo redet von Eistagen. Genießen wir diese warm angezogen. Kleider haben wir ja alle genug, um trotzdem einen Spaziergang unternehmen zu können.

 

Ihre Frau Dr. med. Claudia Zuber-Bürgisser

Patienteninformation Dezember Jahreswechsel 2020/2021

 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, Begleitpersonen und andere Besucher

 

Die Adventszeit hat begonnen, Frau Rita Häfeli hat die Praxis weihnächtlich geschmückt. Am Eingang wartet eine Lichterkette und hilft uns die langen Nächte so mit Licht zu erfüllen. Ich lasse während dem Frühstück am Morgen auch eine Kerze brennen und werde die Türchen des Adventskalenders öffnen. Mein jahrelanger Lieblings-Adventskalender kommt von der Vogelwarte in Sempach. Hier lerne ich zusätzlich noch Dinge über die Natur. Für uns selber habe ich einen Adventskranz kreiert, was mir viel Freude bereitet hat. Es ist eine spezielle Zeit und dieses Jahr werden wir durch das SARS-Virus eingeschränkt sein und in kleinen Gruppen feiern müssen. Ihnen wünsche ich, dass Sie die Augen offenhalten und sich an den kleinen Dingen am Wegrand freuen. Gestern habe ich bemerkt, dass die Gislifluh einen Rauhreifstreifen hat, was unter der Hochnebeldecken sehr schön gewirkt hat. Zudem gibt es immer noch goldgelbe Lärchen, leider im Nebellicht etwas blass aber doch farbig. Jedenfalls wünsche ich Ihnen eine besinnliche Adventszeit.

 

Die Covid Situation hält uns täglich auf Trab. Meine Mitarbeiterinnen sind zwischenzeitlich gut geschult und nehmen auch Abstriche aus dem Nasenrachenraum behutsam vor. Es braucht diese, um eben den Virusnachweis per PCR im auswärtigen Labor oder aktuell in einem Schnelltest zu erbringen. Unsere Praxis hat rasch reagiert. Wir sind überzeugt, dass der Schnelltest eine gute Sache ist. Er kann bei akuten Symptomen (kürzer als 4 Tage) und bei jüngeren Patienten (< 50 Jahre) angewendet werden. Personen die im Gesundheitswesen arbeiten und ältere Menschen brauchen den Labortest von Viollier. Die Benachrichtigung bei negativem Test erfolgt sehr schnell über SMS. Bei positiven Tests, es sind immer noch einige, folgt ein Telefon. Per Mail werden die Patienten die Unterlagen vom BAG bekommen. Zudem erhalten sie ein Formular, wo sie die Personen erfassen müssen mit denen sie in den vergangenen 2 Tagen engeren Kontakt (< 1.5 m), ohne Maske und mehr als eine Viertelstunde gehabt haben. Dieses Formular wird ans Contact Tracing Center weitergeleitet. Sie werden gebeten, diese Personen zu orientieren. Die betroffene Person, Corona pos., begibt sich in die Isolation, 10 Tage, die anderen müssen10 Tage in die Quarantäne. Falls sie keine Beschwerden haben, erübrigt nach dem heutigen Wissensstand ein Test. Ich bin der Meinung, wenn die ersten 5 Tage ohne Symptome vorbei sind, hat man sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht angesteckt. Frau Tamira Gloor aus unserer Praxis ist für das Schutzkonzept und die Corona-Maßnahmen verantwortlich. Die Untersuchungen werden bei uns neu alle im Röntgenzimmer durchgeführt, da wir dort sehr gut lüften und die Oberflächen desinfizieren können. Für unser Team ist es sehr wichtig, dass wir Ihre korrekten Kontaktdaten zur Verfügung haben, deshalb erfragen wir immer wieder die Telefon-Nummern und die Mail Adressen.

 

Vor kurzem haben wir unsere Klausurtagung an einem sonnigen Spätherbsttag in der Seerose in Meisterschwanden abgehalten. Wir waren sehr gut aufgehoben dort, alle mit Schutzmaske anwesend, Abstände von 1.5 m im großzügigen Sitzungszimmer, so konnten wird das 2021 planen, soweit das überhaupt möglich ist. Nach all dem was wir seit März dieses Jahr erlebt haben, wagt man sich an keine ernsthafte Planung. Gegessen haben wir in Dreiergruppen im runden Saal. Aufmerksam vom Seerose-Team bewirtet. Ich freute mich, dass wir uns diese kurze Auszeit nehmen konnten, um weg vom Telefon und dem hektischen Praxisalltag zusammen zu diskutieren.

 

Ende Oktober sind mit Verzögerung endlich die Grippeimpfungen eingetroffen, fast alle Dosen sind schon verimpft. Wir werden Mitte Dezember nochmals eine Lieferung bekommen und hoffen so, alle Personen, die eine Impfung brauchen mit der Grippeimpfung versehen zu können. Wann die Impfung für Corona kommt, dass wissen wir noch nicht. Für mich steht aber fest, dass primär die vulnerablen Personen z.B. in Institutionen und dann das Personal im medizinischen Bericht geimpft werden sollte. Bereits habe ich erste Anfragen von Patienten erhalten, die sich eine Impfung sichern wollten. Wir warten also die Impfdosen und die Vorgaben vom BAG ab.

 

Mein Mann, Prof. Dr. med. Michel Zuber ist zwischenzeitlich soweit genesen, dass er seine berufliche Tätigkeit zu ca. 40% wieder aufnehmen wird. Er wird die Schrittmachersprechstunde teilweise übernehmen und auch Patienten mit ganz speziellen Herzproblemen selber untersuchen. Vorgesehen ist, dass er am Donnerstagmorgen und am Samstagmorgen arbeiten wird. Wir hoffen alle, dass er seiner Tumorkrankheit die Stirn bieten kann.

 

Nun wünsche ich Ihnen eine wunderbare Advents- und Weihnachtszeit und ein freudiges 2021

Ihre Frau Dr. med. Claudia Zuber-Bürgisser